Stürze zählen zu den häufigsten und gefährlichsten Ereignissen in der Pflege. Sie können schwerwiegende Folgen haben – von Knochenbrüchen (z. B. Oberschenkelhalsbruch), über Kopfverletzungen bis hin zu langfristigen Einschränkungen der Mobilität und psychischen Folgen wie Sturzangst. Oft bleiben gestürzte Bewohner:innen zudem längere Zeit unentdeckt, was zusätzliche Risiken wie Unterkühlung, Liegetrauma oder Infektionen mit sich bringt.
Die intelligente Sturzerkennung von Livy Care sorgt dafür, dass solche Situationen nicht unbemerkt bleiben. Das System erkennt zuverlässig, wenn sich eine Person in einer liegenden Position auf dem Boden befindet, und informiert sofort das Pflegepersonal. Dadurch kann schnelle Hilfe organisiert und das Risiko schwerer gesundheitlicher Folgen deutlich reduziert werden. Wir empfehlen, die Sturzerkennung grundsätzlich für alle Bewohner:innen zu aktivieren.
📡 Wie funktioniert die Sturzerkennung?
Die Sturzerkennung von Livy Care basiert auf einer Kombination aus modernster Radartechnologie, Computer Vision und Künstlicher Intelligenz. Dadurch wird zuverlässig erkannt und ein Alarm ausgelöst, wenn eine Person in einer liegenden Position auf dem Boden verweilt.
Die Fehlalarmrate liegt bei nur 0,06 % – und ist damit extrem gering.
Das System funktioniert ohne aufwändige Einrichtung oder Kalibrierung und ist sofort einsatzbereit.
Alle erfassten Bewegungen werden anonymisiert verarbeitet
Pflegekräfte werden automatisch über DECT-Telefon, Smartphone, Tablet oder PC informiert.
🔀 Was passiert bei einem Sturz?
- Eine Person stürzt.
- Livy Care erkennt eine liegende Position auf dem Boden und interpretiert diese als Sturz und löst einen Alarm aus.
- Der Alarm erscheint auf der Livy Care (Web-)App oder wird telefonisch ausgespielt.
- Über die Livy Care (Web-)App können Pflegekräfte den Alarm direkt quittieren oder bei Verhinderung weiterleiten an Kolleg:innen.
1. Sturzerkennung ist aktiv (grünes Icon) >
2. Sturzalarm wird in der (Web-)App ausgelöst (Alternativ erfolgt ein Anruf auf dem DECT Telefon und der Alarm wird ausgelesen
Hinweis für Alarme über Telefonanrufe:
Nachdem ein Alarm ausgelöst und über einen Anruf weitergeleitet wurde, besteht eine Wartezeit von 120 Sekunden, bevor derselbe Alarmtyp erneut ausgelöst werden kann. Diese zeitliche Verzögerung, auch als Time-out bezeichnet, dient der Vermeidung von Mehrfachalarmen innerhalb kurzer Zeit und der Sicherstellung, dass das System ausreichend Zeit hat, den vorherigen Alarm vollständig zu verarbeiten. Erst nach Ablauf dieser zwei Minuten ist es möglich, den gleichen Alarm erneut zu aktivieren.
📝 Sturzprotokollierung
Im Falle eines Sturzes können Sie über die Livy Care Web-App einen Sturzbericht anlegen, ausfüllen, herunterladen oder direkt in Ihre Dokumentationssoftware einpflegen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
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Alarmstatistiken öffnen: Gehen Sie zu Ihren Alarmstatistiken im Desktop-Dashboard.
- Nach Sturz filtern: Filtern Sie die Alarmtypen nach „Fall“.
- Unklassifizierte Stürze anzeigen: Klicken Sie auf „Muss noch klassifiziert werden“, um eine Auflistung aller Stürze zu erhalten, die noch nicht klassifiziert wurden.
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Sturzereignis auswählen: Wählen Sie das gewünschte Sturzereignis per Klick aus.
- Sturzhergang prüfen: Es öffnet sich ein neues Fenster mit dem anonymisierten Sturzbild bzw. einem kurzen anonymisierten Video, damit Sie den Sturzhergang besser nachvollziehen können.
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Sturz bestätigen oder verwerfen: Geben Sie an, ob es sich tatsächlich um einen „echten Sturz“ handelt.
- Protokoll vervollständigen: Es öffnet sich ein bereits mit Ort, Datum und Uhrzeit vorausgefülltes Sturzprotokoll, das Sie direkt in der Livy Care App vervollständigen können.
- Speichern oder schließen: Sie können das Sturzprotokoll nun speichern oder schließen.
Hinweis: Besteht eine Schnittstelle zu Ihrer Dokumentationssoftware, kann das Sturzprotokoll direkt dort eingepflegt werden.
Allgemeine Informationen zu Sturzprotokollen
Master-PIN: Die Master-PIN schützt das erneute Öffnen bereits ausgefüllter Sturzprotokolle. Nur Personen mit der Master-PIN können abgeschlossene Protokolle wieder aufrufen und ändern.
Individuelle Sturzprotokolle: Der Aufbau der Sturzprotokolle kann an die Anforderungen Ihrer Einrichtung angepasst werden. Bei entsprechenden Änderungswünschen kontaktieren Sie uns bitte.
Erinnerungen: Bei noch offenen Sturzprotokollen erhalten Sie automatisch eine tägliche Erinnerung per E-Mail.
Sturzprotokolle ohne Schnittstelle: Die automatische Übertragung von Sturzprotokollen in Ihr Dokumentationssystem ist nur über eine bestehende Schnittstelle möglich. Liegt diese noch nicht vor, können die Sturzprotokolle nach dem Speichern manuell heruntergeladen werden.
Kontakt
Haben Sie weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns gern über support@livy-care.com oder senden Sie uns direkt eine Anfrage über dieses Formular.
Wir helfen Ihnen gerne weiter!
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